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Welcher Antrieb ist der Richtige für Sie?
 


Räder mit

Bewegungssensor


Der Bewegungssensor reagiert, wie der Name schon sagt, nur auf die Bewegung der Kurbel. Die Unterstützung durch den Motor ist deshalb unabhängig von der Kraft, welche der Fahrer aufbringt.
Dies ist vor allem von Vorteil für Benutzer, die nicht mehr so große Kraft in den Beinen haben und daher auch nicht so stark in die Pedale treten können. Der Motor unterstützt, sobald sich die Kurbel dreht, auch wenn dies mit wenig Kraft geschieht. Am Berg reicht es, wenn sich die Kurbel dreht, damit der Motor mit voller Kraft unterstützt. Der Bewegungssensor ist außerdem wesentlich kostengünstiger zu realisieren. Etwas nachteilig ist, dass der Motor immer mit voller Kraft unterstützt. Selbst wenn der Fahrer in der Ebene nur langsam fahren möchte, gibt der Motor volle Power. Dies reduziert natürlich die Reichweite des Systems.

Für wen geeignet:

Ideal für Fahrer, die nur noch wenig Kraft aufs Pedal bringen, und auch für Kunden,
die eine günstige Einstiegsvariante suchen.

Für wen nicht:

Für sportliche Fahrer.
 

Räder mit Drehmomentsensor


An dieser Art von Sensor wird das aufgebrachte Drehmoment an der Kurbel gemessen. Tritt der Fahrer nur mit wenig Kraft in die Pedale, unterstützt der Motor ebenfalls mit wenig Kraft. Gibt der Biker Gas und tritt ordentlich in die Pedale, dann unterstützt der Motor auch mit viel Kraft. Wird beispielsweise bergauf gefahren, muss stärker in die Pedale getreten werden: Dadurch unterstützt der Motor auch stärker. Der Vorteil des Systems ist, dass der Akku länger hält, denn die Steuerung ist effektiver. Wird nur wenig Kraft gebraucht, liefert der Motor auch nur wenig Kraft und schont die Energiereserven. Beim Fahren hat man das Gefühl, dass der Motor die eigene Leistung besser unterstützt, da er ja mehr Kraft bringt, wenn man gehörig in die Pedale tritt. Dies bringt ein sportliches Fahrgefühl. Der Drehmomentsensor ist etwas aufwändiger zu produzieren und deshalb teurer.

Für wen geeignet:

Für sportliche Fahrer

Für wen nicht:

Fahrer, die nur noch geringe Beinkraft haben


 

Räder mit Mittelmotor


Der Motor und der Akku sitzen unauffällig in der Mitte des Rades. Sind Motor und Akku ins Design integriert, wirkt das Rad meist gut aufgeräumt. Der Antrieb sitzt im Idealfall ziemlich niedrig am Rad, was einen tiefen Schwerpunkt bewirkt. Das Rad kann daher im Normalfall mit relativ viel Gepäck beladen werden, ohne instabil zu wirken. Die Möglichkeit einer hohen Zuladung ist wiederum ideal für Trekking-Touren. Für die Gangwechsel kann sowohl eine Ketten- als auch eine Nabenschaltung zum Einsatz kommen. Durch den Motor in der Mitte verlängert sich der Radstand, dadurch kann das Fahrrad weniger agil wirken. Ein weiterer Nachteil des Mittelmotors ist, dass die komplette Kraft über den Antriebsstrang übertragen wird. Dadurch nutzt sich dieser schneller ab. Auch ist Rekupention, also die Energierückführung beir Bremsen oder Bergabfahren, bei diesem Antrieb nicht möglich. Neu ab 2012 auch mit Rücktrittbremse.

Typische Vertreter:
Bosch, Panasonic, TranzX


 

Für wen geeignet:


Ob der Heckmotor oder der Mittelmotor die sportlichere Wahl ist, können nur persönliche
Geschmack und eine Probefahrt klären. Der Mittelmotor besticht vor allem durch seine Vielseitigkeit.
Sein Einsatzgebiet erstreckt sich vom sportlichen 29er-Mountainbike bis zum Stadtflitzer. Da ein
Rad mit Mittelmotor meist ordentlich beladen werden kann, empfiehlt sich auch der Einsatz für
Touren, bei denen einiges an Gepäck anfällt, oder für die Shopping-Tour, um nachher die Ausbeute
sicher nach Hause zu bringen.

Für wen nicht:


Da der Rahmen für den Mittelmotor entworfen werden muss, liegen die Velos etwas höher im Preis.
Kunden, die ein günstiges Modell suchen, werden vermutlich nicht zum Mittelmotor als Antriebskonzept greifen.
 

Nabenantrieb vorne:


Hier ist ein Vorteil, dass alle Schaltungsarten verbaut werden können. So ist es möglich, eine

Nabenschaltung

mit Rücktrittbremse zu installieren. Gerade im Citybereich wollen viele Kunden
nicht auf die gewohnte Rücktrittbremse verzichten. Natürlich bringt es weitere Vorteile, wenn man
am Stadtrad eine Nabenschaltung hat: Sie ist relativ verschleißarm, und die Kette kann komplett
gekapselt werden - das schützt Hose und Nerven gleichermaßen. Der Elektro-Frontantrieb ist
generell am kostengünstigsten umzusetzen, auch ist eine Rekuperation von ungefähr zehn Prozent
ist möglich. Auf sandigem Untergrund oder im feinen Kies kann ein Frontmotor problematisch sein.
Außerdem kann kein Nabendynamo verwendet werden.

Typische Vertreter:
Giant, Sparta, TranzX, Estelle

Für wen geeignet:


Da auch eine Rücktrittbremse und alle Naben am Hinterrad verbaut werden können, empfiehlt sich der Frontantrieb für Kunden, die gern in der Stadt unterwegs sind. Da ein großer Teil des Gewichtes am Vorderrad ist, kann das Rad auch mit allerlei Einkäufen beladen werden. Zusammen mit einer robusten Nabenschaltung wird der Frontantrieb zum Sorglospaket. Ideal auch für kurze Pendelstrecken, da diie Kette abgedichtet werden kann. Auch Kunden, die ein Einsteigerrad suchen, werden sicherlich ein Modell mit Vorderradantrieb in Erwägung ziehen.

Für wen nicht:


Fahren Sie oft große Touren, und das auch in bergigem Gelände? Darf es dabei auch mal sportlich werden oder gar ins Gelände gehen? Wenn die Fragen mit ja beantwortet werden, dann sollten Sie kein Frontmotor-Modell kaufen.

Nabenantrieb hinten:


Der große Vorteil des Heckantriebes ist, dass die Kraft am Hinterrad aufgebracht wird — genau da,
wo sie gebraucht wird. Dadurch ist ein homogener, ruckelfreier Antrieb möglich, welcher einen geringen
Verschleiß an der Kette und am Antrieb verursacht. Außerdem ist mit dem System eine Rekuperation
von zehn Prozent möglich. Problematisch ist, wenn sich der Akku ebenfalls im Heck befindet. Dadurch
wird das Rad sehr hecklastig, was eine hohe Zuladung am Gepäckträger fast unmöglich macht. Im
Extremfall kann sogar das Vorderrad „abheben".


Typische Vertreter:
Giant, Sparta, Bionx


Für wen geeignet:


E

s darf ruhig mal sportlich zugehen, egal ob auf dem Weg zur Arbeit oder am Nochenende auf Tour.
Außerdem weiß der Fahrer, wie er mit einer Kettenschaltung umgehen muss. Für diese Zielgruppe ist der
Antrieb am Hinterrad ein guter Tipp.


Für wen nicht:


Der Hinterradantrieb kann nur mit einer Kettenschaltung gefahren werden. Ist diese für den Fahrer zu
kompliziert oder zu anfällig, dann sollte der Tipp nicht in Richtung Heckantrieb gehen. Auch nicht, wenn Sie ein Rad zum Einkaufen und hauptsächlich für die Stadt suchen, welches oft mit viel Gepäck beladen wird.

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